Sinne

Sehen

Hamster haben relativ große Augen, ein weites Gesichtsfeld, doch einen schwach entwickelten Gesichtssinn. Man ging davon aus, dass sie kurzsichtig sind, und Konturen nur bis zu 1m Entfernung scharf erkennen, doch Untersuchungen zeigen, dass sie Feinde schon aus der Ferne erkennen.

Hamster haben viele Stäbchen in den Augen, somit können sie hell und dunkel sehr gut unterscheiden und definieren. Das ermöglicht ihnen in der Dämmerung zu sehen.

Für das Farbensehen besitzen sie nicht wie die Menschen drei, sondern nur zwei Zäpfchentypen, nämlich den S-Typ für Blautöne (welcher bei ihnen auch auf UV-Licht reagieren) und den M-Typ für Gelb, den L-Typ für Rot besitzen sie nicht, somit besitzen sie ein so genanntes dichromatischs Farbensehen.

Hören

Hamster haben einen sehr gut entwickelten Hörsinn. Wie alle Nager können sie auch Töne im Ultraschallbereich wahrnehmen. Sie nutzen dies zur Verteidigung vor anderen Hamstern. Jungtiere rufen ihre Mutter im Ultraschallbereich, weil dieser von den meisten Fressfeinden nicht wahrgenommen wird.

(Männliche Mäuse veranstalten nach neuesten wissenschaftlichen Erkenntissen offenbar komplizierte Balzgesänge (die Menschen nicht hören können) in der Nähe von Weibchen (Link mit Hörprobe). Man kann annehmen, dass auch die verwandten Hamster ein solches Verhalten aufweisen, doch bewiesen ist das noch nicht.)

Die Ohrmuscheln von Hamstern können sich unabhängig voneinander in verschiedene Richtungen bewegen. Dsungaren haben oft einen "Knick" in diesen.

Riechen

Der Geruchsinn ist wohl der ausgeprägteste Sinn der Hamster, sie nehmen damit sehr feine Gerüche wahr. Durch Gerüche teilen sie sich untereinander Dinge mit: ihr Geschlecht, Paarungsbereitschaft, ihre Verwandtschaft und über ihr Territorium.

Gerüche geben sie über ihren Urin und Kot, aber auch über die Duftdrüsen (->Anatomie/Biologie) ab.

Sie riechen mithilfe der Riechzellen in der Nase, besitzen aber auch ein spezielles Organ am Kopf, das Vomeronasalorgan.

Mithilfe des Geruchssinn orientieren sie sich hauptsächlich im Gelände.

Fühlen

Abgesehen von der Hautoberfläche nehmen sie auch über die Tasthaare Berührungen wahr, die sogenannten Vibrissen, die Haarwurzeln sind mit empfindlichen Nerven bestückt. Damit können sie auch Göße und Durchmesser von Kammern und Eingängen erfassen.

Zusätzlich haben sie auch Tasthaare an den Beinen.

Durch denn Druck auf den Fußballen der Zwerghamster können sie die Beschaffenheit des Untergrundes erkennen.

Schmecken

Über den Geschmackssinn des Hamsters ist nichts bekannt. Doch da sie kohlenhydratreiche/fette/süße Nahrung bevorzugen (genau wie Menschen aus Natur), ist anzunehmen, dass sie auch ein ähnliches Geschmacksempfinden besitzen.