Philosophie

Die artgerechte Haltung eines Tieres (Beispiel: Syrischer Goldhamster)

Schon immer wollten die Menschen Tiere besitzen. Wir stehen doch schließlich über ihnen, oder? Diesen Diskussionspunkt mal ausgelassen, gehe ich hier auf die Weise ein, wie man eine Tier besitzen kann und es gleichzeitig glücklich ist – oder als Synonym, wenn ihr so wollt, wie man es artgerecht hält.

 

Es ist eigentlich ganz einfach einen Syrischen Goldhamster zu besitzen, oder zu halten. Du fährst nach Syrien, grenzt ein Gebiet ein, das deines Erachtens nach das Territorium des Tieres darstellst, und schon hältst du es. Und sogar artgerecht.

 

Natürlich geben sich die meisten Menschen mit dieser Antwort nicht zufrieden. Denn 1. Können sie nicht einfach ein Gebiet in Besitz nehmen, das würde sie schon was kosten und 2. Wollen sie selbst bestimmen, wo das Tier gehalten wird, eben „zu Hause“.

 

Das Tier soll also artgerecht in das Zuhause eingebunden werden.

Auch hier liegt die Antwort nah. Das Tier lebt in der Natur artgerecht. Also sollten wir uns ein Beispiel nehmen und die Natur nachstellen.

Wir bauen also ein quadratkilometergroßes Haus, installieren teure Elektronik, die das Klima Syriens nachahmt, stellen die Flora und Fauna nach (mit Einschränkungen – die Mathematik erlaubt es uns, einen Lebensraum zu gestalten, indem es „zufälligerweise“ keine Fressfeinde und Konkurrenten gibt. Ob wir hier Gott spielen? Ja klar, aber das machen wir doch die ganze Zeit schon, also weiter im Text.) und heben meterdicke Schichten des natürlichen Untergrundes aus und füllen das Loch mit selbst gemischten Sand und Steinen und was weiß ich noch und – fertig!

 

Was denn, die Leute sind immer noch nicht zufrieden? Naja - so ein Gehege würde schon mehrere Millionen kosten und das wollen die Leute meist nicht aufbringen. Das Leben ist doch so viel nicht wert. (Achtung: Ironie…)

 

Wir müssen also einen Kompromiss zwischen dem finden mit dem das Tier glücklich ist und dem mit dem der Halter glücklich ist.

Der ein oder andere Leser denkt sich jetzt vielleicht „Warum stecken wir das Tier nicht einfach in einen Käfig? Ich wäre damit glücklich.“. Und ich möchte betonen, dass es ja hier darum geht, dass Tier artgerecht zu halten. Zugegeben können wir das Tier nicht artgerecht halten (Es sei denn irgendein verrückter Millionär wüsste nicht, wohin mit seinem ganzen Geld und käme auf die Idee, das oben beschriebene Haus tatsächlich zu bauen). Nein, in Wirklichkeit geht es hier ja darum, wie man ein Tier hält, sodass es möglichst zufrieden damit ist. Denn wir haben keine Wahl, ob wir Tiere halten oder nicht. Natürlich kannst du dich dagegen entscheiden, dir ein Hamstergehege ins Wohnzimmer zu stellen. Aber WIR (die Menschheit) haben keine WAHL (es ist von der Evolution vorgesehen), ob wir Tiere halten. Wenn es nicht von der Evolution vorgesehen wäre, würden wir es jetzt nicht tun. Selbstverständlich ist es jedem selbst überlassen, ob er gegen Tierhaltung kämpft. Dann sollte derjenige aber doch wenigstens so viel Respekt der „Tierheit“ gegenüber haben, gegen grundsätzliche Tierhaltung anzukämpfen. Da unsere Welt aber schon so extrem versehen mit tierischen Produkten ist – ja selbst die Wandfarbe – hätte derjenige kaum eine andere Wahl, als abgeschottet in irgendeiner Höhle zu wohnen (um es weiter zu führen, wäre ihm eine gesunde Ernährung ohne tierische Lebensmittel möglich, aber nicht völlig ohne seine Grundsätze zu verletzen. Somit würde er sich mangelhaft ernähren und irgendwann einfach sterben.).

Ich richte mich mit diesem Schreiben also an alle Leute, die nicht als Hinterwäldler in einer Höhle hausen. Die artgerechte Tierhaltung geht jeden etwas an, auch wenn sie nicht jeder direkt praktiziert, denn (hier hat die Evolution doch mal was Gutes getan) kümmert es uns doch, wie es den Tieren (somit auch Menschen) um uns herum geht.

 

Dann machen wir uns mal ran. Um es zu sagen, ist das ganze doch ein schwierigeres Thema, als man denkt. Denn für vieles muss Ersatz gefunden werden, was wir nicht direkt aus der Natur übernehmen können. Wir können dem Tier seinen (kompliziert zusammengesetzten) Untergrund nicht bieten. Als Ersatz sind Streu und ein Sandbereich okay. Hier kann man stehen bleiben. Oder weiterdenken, aber ich will hier gar nicht auf die Details eingehen. Schwieriger zu ersetzen: Platz. Man kann die Fläche herausfinden, mit der der Hamster zufrieden ist. Doch kreatives Denken macht hier den Unterschied. Mit einem Laufrad ist der Hamster auch körperlich zufrieden. Das muss dann so angepasst werden, dass sich der Hamster unter keinen Umständen verletzen kann. Wenn man sich nun Frage für Frage stellt und versucht Lösungen zu finden…ja dann wird man wohl auf das kommen, was hier beschrieben wird. Das haben schon viele Leute getan, das sollten wir also nicht auch noch.

 

Sieh dieses Werk als zusammengefasste Anleitung, wie du deinen Hamster so halten kannst, sodass er okay damit ist und du es bezahlen kannst (und willst).